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Der Kinderschutzbund Ortsverband Heidelberg

Projekte

weihnachtlicher Gabentisch

|   Teilhabe

Im Dezember 2020 stellte der Kinderschutzbund Heidelberg wie schon in vergangenen Jahren in der Kleiderstube Bergheim einen Gabentisch zusammen. Hier konnten Eltern und Großeltern, denen die finanziellen Mittel fehlten, Weihnachtsgeschenke zu kaufen, kostenfrei ein Geschenk für ihre Kinder aussuchen. Gerade im Krisenjahr 2020 war es uns dies ein besonderes Anliegen, dass kein Kind Weihnachten ohne Geschenk feiern muss!

2020 wurden für diese Aktion besonders großzügige Sachspenden gesammelt. So haben z.B. Ronja Neubert und Johannes Maurer aus Wieblingen im Freundes- und Bekanntenkreis für den Gabentisch des Kinderschutzbundes geworben und gemeinsam mit 16 weiteren Akteuren mehrere Tüten voll Spielsachen für Kinder und Jugendliche gekauft.
Auch die ganz Kleinen in unserer Gesellschaft wollten helfen. Malik (5) und Jakob (2) haben sich von einigen ihrer liebsten Kuscheltiere getrennt, um diese „armen Kindern“, die keine haben, zu schenken.

Inspiriert von der Großzügigkeit der Sachspenden und des allgemeinen Erfolgs der Aktion hat der Kinderschutzbund Heidelberg beschlossen eine in der Kleiderstube Bergheim eine „Schatzkiste“ fest einzurichten. So können Eltern und Großeltern auch beispielsweise zu Geburtstagen das Angebot in Anspruch nehmen und ein Geschenk für ihr Kind aussuchen.

Der Kinderschutzbund Heidelberg möchte sich nochmals bei allen Mitwirkenden bedanken und ganz besonders bei unseren Sachspendern!
Ronja Neubert und Johannes Maurer waren überdies bereit uns einige Fragen zu ihrer tollen Initiative zu beantworten:

Wie sind Sie auf die Idee gekommen Sachspenden für den Gabentisch zu sammeln?

Das Jahr 2020 hat uns alle vor bisher unbekannte Herausforderungen gestellt. Die Angst vor einem Virus, das sich rasant auf dem Globus ausbreitete, schränkte uns alle in sämtlichen Lebensphasen ein. Weite Reisen, unbeschwerte Familienbesuche oder ausgelassene Feste sind derzeit unvorstellbar. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren oder befinden sich seit Monaten in Kurzarbeit. Finanzielle Sorgen haben sich entwickelt oder sogar vergrößert. Und jetzt zur Weihnachtszeit werden die Wunschlisten der Kinder länger. Diesen Sorgen wollten wir entgegentreten. Wir beide sind gesund durch die Pandemie gekommen. Unseren Familien und Freunden geht es gut und wir wussten von Anfang an, dass viele von ihnen unsere Einstellung teilen und helfen möchten. Für uns stand fest, dass dieses Jahr die Kinder in der Region im Mittelpunkt der Aktion stehen sollten. Auch ihr Alltag wurde auf den Kopf gestellt. Gemeinsames Spielen wurde durch Abstand halten ersetzt, Zeit mit Freunden durch einen wochenlangen Lockdown.
Nach einer kurzen Recherche sind wir auf den Kinderschutzbund gestoßen, der eine hervorragende Arbeit leistet und Kinder in ganz Deutschland unterstützt. Nachdem wir rausfanden, dass der Kinderschutzbund mehrere Kleiderkammern in Heidelberg bewirtschaftet, in denen ein Gabentisch vorbereitet wird, haben wir angefragt, ob wir diesen zur Weihnachtszeit mit Sachspenden beliefern dürften.

Wie haben Sie die anderen Spender überzeugt/motiviert?

Zuerst haben wir die Idee im Gespräch mit Freunden und Familienmitgliedern geteilt. Die Begeisterung und das Interesse, das uns entgegenkam, freute uns sehr. Plötzlich waren auch Freunde von Freunden und deren Familien mit dabei und bereit, ihre eigenen Wünsche in diesem Jahr hintenanzustellen, um dort zu helfen, wo Hilfe nötiger gebraucht wird. Die Hilfsbereitschaft und das Engagement aller hat uns stolz gemacht. Überzeugt oder motiviert werden musste keiner. Allein der Gedanke daran, Kindern eine Freude machen zu können, beflügelte uns alle.
Als immer mehr Interessenten dazustießen, gründeten wir die Initiative „Weihnachts(h)elfen“. Bis zum Beginn der Weihnachtszeit wurden fleißig Geschenke eingekauft und gesammelt. Unser Wohnzimmer verwandelte sich in ein Spielzeug-Paradies, das jedes Kind begeistert hätte. Nicht nur Playmobil, Lego, Barbies oder Bücher kamen bei uns an, sondern auch Instrumente, Murmelbahnen, Bastel- und Experimentiersets und eine Vielzahl an Puzzeln. Besonders zwei sehr großzügige Spenden machten uns sprachlos. Am Ende waren es knapp 230 große und kleine Geschenke. Wir sind dankbar, dass wir so großzügige und hilfsbereite Menschen in unserem Bekannten- und Freundeskreis haben dürfen.

Was ist Ihnen besonders wichtig an dieser Aktion?

Besonders in diesem Jahr sollte sich jeder glücklich schätzen, der gesund ist und eine unbesorgte Weihnachtszeit verbringen kann. Und trotzdem muss man sich vor Augen führen, dass dieses Glück nicht alle teilen. Die Weihnachtsgeschenke der Kinder sollten nicht am leeren Geldbeutel scheitern. Für uns alle war klar, dass jeder kleiner Beitrag hilft. Unsere Gruppe an Spendern war mindestens so bunt, wie die Spielzeuge selbst: Studenten, Familien, junge und ältere Paare und auch Kinder waren dabei. Die Masse, die wir am Ende zusammengetragen haben, hat die Erwartungen aller übertroffen. Wir beide, als junges Paar, verzichten dieses Jahr auf gegenseitige Geschenke. Wir wissen, dass am Weihnachtsabend viele bunte Geschenke für strahlende Kinderaugen sorgen. Und das kann kein Weihnachtsgeschenk übertrumpfen.

Auswahl der Geschenke auf dem Gabentisch
stellvertretend für zahlreiche Spender: Ronja Neubert und Johannes Maurer